Deutschlandfunk Kultur: „Die Uhr ist stehen geblieben“ – Braunsbach 100 Tage nach der Flut
Der 29. Mai 2016 hat mein Leben und mein Unternehmen von Grund auf verändert. Deutschlandfunk Kultur hat mich damals besucht und meine Geschichte – zusammen mit der vieler anderer Braunsbacher – in einem ausführlichen Radiobericht festgehalten. Dieser Bericht zeigt, wie es sich anfühlt, wenn innerhalb weniger Stunden alles, was man aufgebaut hat, im Schlamm versinkt.
Katastrophe am Kocher: Braunsbach 100 Tage danach
Am Abend des 29. Mai 2016 verwandelte ein extremes Unwetter den beschaulichen Ort Braunsbach in ein Katastrophengebiet. Wassermassen, die über die Äcker in das Kochtal schossen, rissen Häuser, Autos und Geschäfte mit. Für mein Unternehmen Hohenlohe Aktivtours bedeutete das: vier zerstörte Kanus, ein völlig überflutetes Büro im Ortskern und über 30.000 Euro unversicherter Schaden.
Deutschlandfunk Kultur besuchte Braunsbach rund 100 Tage nach der Flut und sprach mit Betroffenen über den zähen Weg zurück in den Alltag. Neben mir kam auch Gastronom Robert Philipp zu Wort, dessen Gasthof „Zum Löwen“ bis zu 1,10 Meter unter Wasser stand. Das Bild, das den Bericht zusammenfasst: die Uhr an der Volksbank, die um exakt 20:15 Uhr stehen geblieben ist – genau in jenem Moment, als die Flut Braunsbach traf.
„Ich war anfangs geschockt, bin es teilweise immer noch und seither ist eigentlich permanent arbeiten angesagt, um entweder die Folgen zu beseitigen oder wieder in Betrieb zu kommen.“ – Stefan Thaidigsmann
Der Bericht beleuchtet auch die bürokratischen Hürden: Die Soforthilfe von 5.000 Euro vom Land Baden-Württemberg kam verhältnismäßig schnell, doch darüber hinausgehende Unterstützung für Kleinunternehmer ließ lange auf sich warten. Drei Monate nach der Flut liefen meine Kanutouren unter erschwerten Bedingungen – ohne Büro, mit gebremster Nachfrage, aber mit dem Willen, weiterzumachen.
Zum vollständigen Bericht: Deutschlandfunk Kultur – „Die Uhr ist stehen geblieben“: Braunsbach 100 Tage nach der Überschwemmungskatastrophe